Ökobilanzanalyse imprägnierter Terrassendielen - Neue Studie veröffentlicht

Druckimprägniertes Holz ist alternativen Materialien überlegen

Das schwedische Institut für Umweltforschung IVL und das dänische Technologieinstitut DTI haben in einer Studie die Umweltauswirkungen verschiedener Terrassenbelagsmaterialien untersucht. Dabei wurde der ökologische Fußabdruck einer druckimprägnierten Holzterrasse gemäß NTR Klasse AB (entspricht der europäischen Gebrauchsklasse 3) mit alternativen Materialien - Sibirische Lärche, Tropenholz (Ipé), Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffen (WPC) und Beton verglichen.

In der Studie wurde der komplette Lebenszyklus der Terrasse von der „Wiege bis zur Bahre“ untersucht, angefangen mit dem Produkt- und Bauprozess, über die Nutzungsphase und schließlich der End-of-Life-Phase. Der Schwerpunkt der Betrachtung lag dabei auf dem Treibhauspotenzial.

Die Ergebnisse belegen, dass es bei den verschiedenen Terrassenbelägen große Unterschiede im Treibhauspotenzial gibt. Die NTR Klasse AB druckimprägnierten Terrassendielen weisen mit Abstand das niedrigste Treibhauspotenzial auf, gefolgt von Ipé. Im Vergleich zur imprägnierten Holzterrasse verursachen die WPC-Terrassendielen ein mehr als sechsfach höheres Treibhauspotenzial und schneiden damit am schlechtesten ab. Sibirische Lärche und Beton erzeugen vergleichbare Treibhauspotenzialwerte und liegen im mittleren Bereich.

Um die Ergebnisse der Studie in einen alltäglichen Zusammenhang zu bringen, wurde das Treibhauspotenzial der verschiedenen Terrassenmaterialien mit dem Treibhauspotenzial verglichen, das beim Fahren eines durchschnittlichen Benzinautos zu erwarten ist.


Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass von den untersuchten Terrassenmaterialien das NTR Klasse AB imprägnierte Holz die beste CO2-Bilanz bietet und damit einen Beitrag zum Umweltschutz leistet.

Eine in 2012 von der Süddeutschen Kunststoffzentrum (SKZ) durchgeführte Studie zum Nachhaltigkeits-Benchmarking für WPC lieferte vergleichbare Ergebnisse. Auch in dieser Untersuchung zeigte sich, dass über alle Wirkungskategorien hinweg die kesseldruckimprägnierte Terrasse aus Kiefernholz bei gleicher Nutzungsdauer die ökologisch beste Alternative darstellt.

Die von der BASF Wolman GmbH entwickelten Wolmanit® CX-Holzschutzsalze sind in allen relevanten europäischen Qualitätssicherungssystemen, wie beispielsweise dem NTR zugelassen. Damit stehen dem Anwender zuverlässige Schutzmittel zur Verfügung, die seit fast drei Jahrzehnten in allen Anwendungsbereichen für kessel-vakuum-druckimprägnierte Hölzer mit großem Erfolg im Praxiseinsatz sind.

Die vollständige Studie zur Ökobilanzanalyse ist auf der Homepage der Swedish Wood Preservation Association eingestellt und kann unter www.byggaute.nu abgerufen werden.

[18.07.2018]

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